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Brandschutz am See

Das Interieur von Booten (Vorhänge, Sitzbezüge, Schaumstoffe, Wandverkleidungen usw.) besteht durchwegs aus normal bis leicht brennbaren Materialien. Eine Kerzen- oder Feuerzeugflamme genügt, um diese Stoffe zu entzünden. Gehen Sie mit offenem Feuer besonders vorsichtig um und lassen Sie offene Flammen nie unbeaufsichtigt!

Selbst auf Segelbooten befinden sich fast immer brennbare Flüssigkeiten: Benzin für den Außenborder, Diesel für den Motor, Spiritus zum Kochen oder lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel. Diese Flüssigkeiten können bei direkter Sonneneinstrahlung ein explosives Gemisch bilden. Daher vor Anlassen von Innenbordern: Be- und Entlüften des Maschinenraumes (Blower)!

Das geringe Platzangebot in der Kombüse ist brandgefährlich. Rieselt zum Beispiel Mehl oder Staub über die Gasflamme, verbrennt es explosionsartig. Und überhitzt das Speiseöl in der Pfanne, kommt es leicht zu einem Fettbrand. Seien Sie beim Kochen über der offenen Gasflamme vorsichtig. Löschen Sie Fettbrände nie mit Wasser sondern mit einem Feuerlöscher oder ersticken Sie den Brand durch Abdecken mit einer Decke oder ähnlichem!

Gasflaschen und -leitungen
stellen eine besondere Gefahr dar. Drehen Sie nach deren Nutzung immer die Ventile der Gasbehälter ab, um das Ausströmen des Gases zB aus defekten Leitungen zu verhindern!

Druckgaspackungen (Körpersprays, Insektensprays, Haarspray, Lacke etc.) können bei direkter Sonneneinstrahlung explodieren. Schützen Sie Spraydosen unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung!

Pyrotechnische Notsignale können – bei unsachgemäßer Handhabung – Brände verursachen. Feuern Sie Leuchtraketen immer entsprechend weit von der leicht brennbaren Besegelung ab!

Batterien können explodieren, wenn sie überladen werden. Verwenden Sie daher nur geeignete Ladegeräte mit automatischem Überwachungsschutz und laden Sie die Batterien wegen der Knallgasbildung nur an gut durchlüfteten Orten!

Schadhafte Elektroleitungen können einen Kurzschluss und damit einen Brand verursachen. Überprüfen Sie die Kabel regelmäßig auf Isolierungsschäden und überbrücken Sie keine Sicherungen!

Mobile Kleinheizgeräte (Heizstrahler) haben oft zu geringe Abstände zu brennbaren Materialien. Verwenden Sie Heizgeräte nie als Ablage für Kleidung oder Papier (Verpackungen, Zeitschriften usw.)!

Die Glut von Zigarettenkippen
kann auch nach längerer Zeit noch brennbare Materialien entflammen. Verwenden Sie beim Rauchen immer Aschenbecher und werfen Sie die Glut – sofern kein Sicherheitsbehälter vorhanden ist – niemals in den Abfallbehälter!

Durch die fehlende Fluchtmöglichkeit ist ein Brand an Bord besonders gefährlich. Führen Sie daher immer einen Feuerlöscher (mind. 2 kg) der Brandklasse A, B, C (Pulverlöscher) mit an Bord und lagern Sie ihn an einer leicht zugänglichen Stelle (Überprüfung des Feuerlöschers alle 2 Jahre erforderlich).

Wenn es sich nicht um einen leicht zu löschenden Kleinbrand handelt, gilt auch an Bord eines Bootes:

Alarmieren - Retten - Löschen !

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