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New Forrest und Stonehenge

Fahrt durch New Forest
Nachdem wir die Parkgebühren bezahlt haben programmiere ich auf meinem Navi als Ziel Lyndhurst ein und schon sind wir Richtung New Forest unterwegs. Die Landstrasse ist wenig befahren und links und rechts durch dichtes Gebüsch und Bäume so stark verwachsen, dass man stellenweise den Eindruck erhält, durch einen langen Tunnel zu fahren. Der Nationalpark New Forest erstreckt sich über fast 571 km⊃2; und ist das größte zusammenhängende Gebiet ohne Ackerbau im Flachland der britischen Insel. Noch heute gehören rund 90 Prozent des New Forest dem englischen Königshaus. Etwa 50 Prozent des königlichen Landes liegen innerhalb des neuen Nationalparks. Ein Großteil der königlichen Pferde sind hier anzufinden und auch das New Forest Pony hat hier seinen Ursprung. Von Pferden und sonstigen wilden Tieren ist allerdings entlang der Strasse nicht viel zu sehen, nur bei ein paar Lichtungen sind Pferdeherden kurz zu erkennen. Es dauert nicht lange und schon sind wir am Ortseingang von Lyndhurst, wo der Verkehr etwas ins Stocken gerät und wir in der Nähe der Kirche einen öffentlichen Parkplatz finden.

Wir sind in Lyndhurst
Entlang der Hauptstrasse spazieren wir zurück Richtung Kirche, die etwas erhöht über den idyllischen Häusern thront. Jetzt bemerke ich, dass wir eigentlich immer als erstes Kirchen anvisieren und stelle auch hier wieder fest, dass Kirchen in England, egal ob groß oder klein, immer von Personal besetzt sind und jeder Gast freundlich empfangen wird. Nach kurzem Blick in die Kirche schlendern wir wieder zurück und entdecken an einer Strassenkreuzung von Lyndhurst ein großes Autohaus mit Nobelkarossen der Marken Ferrari und Maserati. Schon interessant, dass in einem so kleinen Nest mitten im Zentrum ein solches Autohaus ansässig ist. Die Autos stehen direkt an der Strasse im Freien und wir schauen uns die Luxuswagen etwas genauer an und träumen davon, mit einem solchen Geschoss irgendeinmal unterwegs zu sein.

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Lyndhurst wird auch als heimliche Hauptstadt von New Forest bezeichnet. Die Strassen sind sehr eng und viele Häuser mit bunt bemalten Schildern gekennzeichnet. Es gibt neben dem Autohaus sehr viele kleine, urige Geschäfte und Lokale. An einem Eisstand lassen wir uns noch ein Eis schmecken und nach einem kurzen Besuch der Damen in einem Modegeschäft geht es wieder zurück zum Auto.

Nocheinmal New Forest in all seiner Pracht
Bei sonnigem, leicht diesigem Wetter fahren wir in Richtung Stonehenge, das in der Nähe von Salisbury liegt. Die kultige Steinkreisanlage ist aufgrund der monumentalen Ausmaße und der unvorstellbaren Leistung der Erbauer, in der ganzen Welt bekannt. Der Weg führt uns wieder über enge Landstrassen quer durch New Forest und je weiter wir fahren umso idyllischer wird die Landschaft. Auf den kleinen Nebenstrassen offenbart sich uns das traditionelle England in all seiner Beschaulichkeit. Dunkle Wälder, Hecken, galerieartige Alleen, Straßen die sich stellenweise derart verengen, dass man bei Gegenverkehr fast stehen bleiben muss und kleine verträumte Ortschaften mit wunderschönen, strohbedeckten Häusern. Eigentlich fehlt in dieser Idylle nur noch, dass an irgendeiner Ecke "Robin Hood" auftaucht und uns freundlich zuwinkt. Auch in dieser Gegend sind wieder einige große Pferdeherden zu sehen, wobei auffallend ist, dass der Rücken der meisten Pferde mit langen Decken zugedeckt ist.

Salisbury
Nach einer ca. 1/2 stündigen, fast traumwandlerisch anmutenden Fahrt durch diesen schönen Naturpark wird man bei der Anfahrt nach Salisbury wieder aus der verträumten Idylle durch den immer stärker werdenden Verkehr herausgerissen. Schon von Weitem ist die mächtige Kathedrale von Salisbury zu erkennen, an der uns der Weg auch knapp vorbeiführt. Leider haben wir keine Zeit um Salisbury anzuschauen und sind hier nur auf der Durchreise. Nachdem wir an einer Baustelle uns kurz verfahren haben, führt uns das Navi an der nächsten Strassenkreuzung wieder auf den richtigen Weg. Auch hier erweist sich das Navi wieder einmal als idealer Reiseführer, auf den man sich zu 100 Prozent verlassen kann.

Stonehenge in Sicht
Jetzt geht es wieder über eine Landstrasse Richtung Stonehenge. Allerdings ist jetzt hügeliges und offenes Weideland und nach ca. 15 minütiger Fahrt sehen wir schon von Weitem die großen Steinkreise direkt an der Landstrasse. Wir parken unser Auto am großen Parkplatz und freuen uns schon auf die Besichtigung der Kultanlage. An der Kassa zum Eingang zur Anlage ist eine lange Warteschlange und wir entscheiden uns wie auch zahlreiche andere Besucher, die Anlage nur von der Landstrasse aus zu betrachten.

Wir überqueren die Strasse und plazieren uns direkt vor der Anlage. Zahlreiche Besucher sind auf dem Rundweg um den Steinkreis unterwegs und wir stellen fest, dass von Außen durch den Maschendrahtzaun die Anlage eigentlich genau so gut zu besichtigen ist.

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Stonehenge ist eine Grabenanlage, die von einer Megalithstruktur umgeben wird, die wiederum aus mehreren Steinkreisen besteht. Die beeindruckendsten Steinkreise sind zum einen ein äußerer Kreis bestehend aus Pfeilersteinen von Decksteinen überbrückt, zum anderen eine innere hufeisenförmige Struktur. Stonehenge wurde in der Jungsteinzeit begründet und mindestens bis in die Bronzezeit aktiv benutzt. Errichtet wurde die Stätte in mehreren Abschnitten, über einen Zeitraum von etwa 2000 Jahren hinweg. Die letzten kultischen Nutzungen werden etwa auf das 7. Jahrhundert n. Chr. datiert. Um die geheimnisvolle Kultstätte ranken sich viele Sagen und Legenden. Lange wurde das gigantische Bauwerk den Druiden zugeschrieben. Oft wird Stonehenge auch mit der Artussage in Verbindung gebracht.Seit 1918 gehört Stonehenge dem englischen Staat. Die Anlange steht unter der Obhut von "English Heritage", einem Verein, der in ganz England Schlösser, Burgen und andere Stätten der englischen Kultur unterhält und pflegt. Bis vor einigen Jahren konnte man noch beliebig in der Anlage herumlaufen, mittlerweile muss man dort auf den Wegen bleiben, auf denen man rund um die Anlage laufen kann. Vermutlich haben Souvenirjäger an den Steinen ihre Fingerabdrücke hinterlassen, so dass diese Einschränkung notwendig wurde. Seit 1986 zählt die UNSECO die Stätte zum Weltkulturerbe.

Wir sind alle froh, dass wir auf unserem Kurztrip in Südengland diese berühmte Kultstätte doch noch gesehen haben. Allerdings muß ich gestehen, dass mich der Steinkreis eigentlich nicht besonders beeindruckt hat, vielleicht ist aufgrund der fehlenden Nähe zu den Steinen keine richtige Mystik aufgekommen. Wir fahren jetzt wieder Richtung Autobahn um so schnell als möglich nach Bournemouth zu kommen.

Shopping in Bournemouth
Kurz vor 17:00 Uhr sind wir wieder in Bournemouth angekommen, wo wir in der Nähe des Theaters im Zentrum der Stadt unser Auto abstellen. Unsere Damen sind auf die Idee gekommen, vor dem Abendessen bei der Gastfamilie noch eine Shoppingtour zu unternehmen. Von dieser Idee bin ich nicht sonderlich begeistert und lasse daher Patrick mit den Damen alleine zum Shoppen gehen. Ich mache es mir auf einer Parkbank direkt neben einem schönen Springbrunnen gemütlich.

Es dauert nicht lange und schon bekomme ich einen außergewöhnlichen Besuch. Ein Eichkätzchen huscht über die Wiese daher und klettert auf den Abfallkübel direkt neben der Parkbank, meine Anwesenheit scheint das niedliche Tier überhaupt nicht zu stören. Es knabbert direkt neben mir genüsslich an einem Pfirsichkern und lässt sich auch ohne Probleme fotografieren. Ich kann es kaum glauben, dass das Tier nicht wegläuft und bin so ca. eine halbe Stunde beschäftigt.

Mittlerweile ist eine Stunde vergangen und noch immer ist nichts von den Shoppingsüchtigen zu sehen. Jetzt stelle ich fest, dass meine Parkzeit beim Auto abgelaufen ist und ich meine Geldtasche meiner Frau gegeben habe. Na super - was bleibt mir anderes übrig als mich in der Nähe des Autos aufzuhalten und zu beobachten, ob kein Kontrolleur in der Nähe ist. Endlich nach 1 1/2 Stunden tauchen sie vom Shoppen wieder auf und zu meinem Entsetzen müssen wir jetzt nocheinmal zu einem Einkaufscenter fahren, um Blumen für die Frau des Gastgebers zu besorgen. Anschließend fahren wir kurz ins Hotel um uns für das Abendessen bei der Gastfamilie frisch zu machen.

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