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London - City

Nach der Abgabe des Mietautos haben wir am Vorplatz des Flughafengebäudes unseren Bus für die Fahrt ins Zentrum von London gesucht. Für diese Fahrt in die City von London habe ich bereits zu Hause den Bustransfer mit dem National Express übers Internet gekauft und gebucht. Mit dem eVoucher in der Hand suchen wir nach einem National Express Bus auf dem großen Busparkplatz. Kurz vor 16:30 Uhr sehen wir einen entsprechenden Bus vorfahren, wo wir dann auch einsteigen und Platz nehmen können. Der Bus fährt pünktlich ab und ist zu ca. ¾ voll. Die Fahrt führt vorerst über die Autobahn und dann direkt in die City zur Victoria Coach Station. Während der Fahrt überfällt mich eine plötzliche Müdigkeit und wache erst wieder mitten im Zentrum bei stockendem Verkehr auf.

Kurz vor 18:00 Uhr sind wir an der Victoria Station angelangt. Erst jetzt bemerken wir, dass wir eigentlich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen haben und suchen beim Spaziergang Richtung Buckingham Palast ein geeignetes Restaurant. Entlang der Buckingham Palace Road ist sowohl auf der Straße als auch auf dem Fußgängersteig erhebliches Treiben und endlich finden wir direkt an der Straße eine einladende Pizzeria, wo wir uns stärken und den Durst löschen. Danach geht’s weiter entlang der Buckingham Palace Road und schon bald sehen wir die ersten hinteren Gebäudeteile des Buckinghampalastes.

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Ein hoher, schmiedeeiserner Zaun grenzt den gesamten Bereich des Buckingham-Palastes ab und wir gehen bis zum Vorplatz, der ebenfalls durch hohe schmiedeeiserne Zäune und große Tore abgesperrt ist. Überall ist Wachpersonal zu sehen, die traditionelle Wachablöse, wo die königliche Infanterie vom St. James Place zum Palast marschiert, sehen wir leider nicht. Ebenfalls suchen wir vergeblich die britische Fahne, die anzeigt, ob die Queen im Palast anwesend ist. Große, vergoldete Wappen zieren die mächtigen Tore und sind ein königlicher Hintergrund für Schnappschüsse.

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Nach einer kleinen Verschnaufpause vor den Toren des Buckingham Palastes gehen wir wieder weiter Richtung St. James Park. Unser Weg führt uns direkt vorbei am Victoria Memorial, eine 26 m hohe Figurengruppe aus Marmor mit der vergoldeten Siegesgöttin, die am südwestlichen Ende der Prachtstrasse „The Mall“ direkt vor dem Buckingham Palast steht. Das Denkmal wurde zu Ehren von Königin Victoria im Jahre 1911 errichtet. Der königliche viktorianische St.James Park, vormals der Privatbesitz von Charles I., der großzügig beschloss, seinen Privatgarten auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen gehört definitiv in die Kategorie "Bilderbuchpark".

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Auch hier treffen wir wieder völlig unerwartet auf zahlreiche Eichhörnchen, die richtig Spaß daran haben, vor den Parkbesuchern ihre Kunststücke zu zeigen. Zu unserem Erstaunen sind sie so zahm, dass sie ohne weiteres aus der Hand fressen und das Mitten in London – kaum zu glauben.

Rechts des Parks ist ein kleiner See mit einer idyllischen Insel, überall liegen Ruhesuchende in den Wiesen herum. Wir haben jedoch keine Zeit zu relaxen, außerdem wäre es uns bei weitem zu kalt in der Wiese zu liegen, da sind die Engländer doch wesentlich kälteresistenter als wir - das habe ich schon in Bournemouth in aller Herrgottsfrüh am Strand erlebt. Der Spaziergang führt uns weter entlang des See’s, alle möglichen Enten und Seevögel kreischen herum und man hat das Gefühl irgendwo auf ländlichem Gebiet und nicht in einer Großstadt zu sein. Am Ende des Parks treffen wir auf eine größere Zuschauermenge, die das Geschehen auf einem abgesperrten großen Vorplatz spannend verfolgen. Unmengen von Uniformierten sowohl zu Fuß als auch zu Pferd tummeln sich auf dem Platz. Ich frage einen Parkwärter, ob denn die Queen hier teilnimmt. Er lächelt mich nur verwundert an und antwortet mit einem kurzen „no sir“. Er erklärt mir, dass hier eine Paradeübung der Household Division stattfindet, da die Queen ihren Geburtstag immer Mitte Juni mit der Militärparade „Trooping the Colour“ feiert.

Angesichts unseres sehr eingeschränkten Zeitfensters dränge ich darauf weiter in Richtung der Prachtstrasse "The Mall" zu gehen. Dort angekommen sehen wir an der roten Ampel gerade eine Nobelkarosse Fabr. Maibach Richtung Buckingham Palast stehen. Welcher Fahrgast hinten sitzt sehen wir durch die verdunkelten Scheiben leider nicht. Wir gehen weiter Richtung Kreisverkehr und sehen den „Trafalgar Square“ nur von Weitem. Entlang der Whitehall Road sind vor den großen, prächtigen Gebäuden wieder viele uniformierte Briten zu sehen. Die Tradition in England ist einfach einzigartig und die eleganten Herren tragen ihre Uniformen mit vollem Stolz.

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Im Hintergrund sieht man schon den „Big Ben“ herausragen und schon bald sind wir an der großen Kreuzung am „Parliament Square“. Links liegt vor uns das mächtige „Houses of Parliament“ mit dem „Big Ben“, rechts das berühmte „Westminster Abbey“ wo traditionell die Könige bzw. Monarchen von England gekrönt und beigesetzt werden.

Der „Palace of Westminster“ auch „Houses of Parliament“ genannt, ist ein monumentales, im neugotischen Stil errichtetes Gebäude, in dem das britische Parlament tagt. Der Palast befindet sich in der City of Westminster am Parliament Square, in unmittelbarer Nähe zu den Regierungsgebäuden am Whitehall. Er wurde gemeinsam mit der Westminster Abbey und der St. Margaret’s Church von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der wohl bekannteste Teil des Palastes ist der Uhrenturm mit der Glocke Big Ben, den wir von der Brücke über die Themse aus betrachten und fotografieren. Eigentlich sollten wir diese Prachtbauten näher und intensiver besichtigen, dazu reicht aber unsere Zeit leider nicht. Auch das unmittelbar gegenüber liegende Riesenrad „London Eye“, das größte der Welt, können wir nur von weitem betrachten und bestaunen.

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Auf unserem Kurztrip von London haben wir auch noch die berühmte „Tower Bridge“ eingeplant. Also geht’s jetzt im wahrsten Sinne des Wortes in den „Underground“. Die Metro-Station Westminster ist ganz in der Nähe und wir tauchen ab in Erwartung einer übervollen U-Bahn. Die Tickets habe ich ebenfalls schon vorher im Internet gekauft und nach zwei Rolltreppen sind wir schon im großen Raum mit Fahrkartenschaltern, Automaten und Absperrungen mit Drehkreuzen. Die sind so ausgeführt, dass ohne ein gültiges Ticket absolut kein Zugang möglich ist. Auffallend wenige Menschen sind zu sehen, die Drehkreuze öffnen mit unseren Tickets anstandslos den Zugang und nach mehreren Rolltreppen und Gängen stehen wir schon unmittelbar am Bahnsteig Richtung Tower Hill. Auch an den Bahnsteigen sind nur wenige Fahrgäste und wir wundern uns schon ein wenig, dass auch in der einfahrenden U-Bahn nur wenige Passagiere sind - das haben wir nicht erwartet. Wir steigen zu und an irgendeiner Station bleiben wir für längere Zeit stehen, weshalb können wir nicht erfahren und es gibt auch keine Informationen über Lautsprecher, dann geht es Gottseidank doch wieder weiter und in Tower Hill steigen wir aus.

Wir gehen den Wegweisern „Tower Bridge“ nach, unterqueren eine vielbefahrene Strasse und dann führt ein erhöhter Fußweg entlang der großen Befestigungsmauern des „Tower of London“, wo ja die Kronjuwelen der englischen Monarchie gelagert sind. Die Tower Bridge ist von Weitem schon längst zu sehen und je näher wir kommen umso beeindruckender wirkt dieses Meisterwerk.

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Von der Brücke aus hat man eine herrliche Aussicht über die City sowie über Docklands. Die großteils aus viktorianischer Zeit stammenden Speicher und Lagerhallen wurden saniert und zu Wohnungen und Geschäftshäuser umgebaut, sodass eine recht interessante Gegend mit Büropalästen im modernen Stil entstanden ist. Die Tower Bridge ist eine Straßenbrücke über den Fluss Themse und wurde benannt nach dem nahen Tower of London. Sie ist eine im neugotischen Stil errichtete Klappbrücke und ein monumentales technisches Meisterwerk, bestehend aus zwei Fahrbahnteilen, die innerhalb von kürzester Zeit geöffnet werden können, um großen Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen. Den oberen Fußgängerweg, der auch bei geöffneter Fahrbahn begehbar ist, können wir wieder einmal aus Zeitgründen uns nicht anschauen, da wir rechtzeitg zur Rückfahrt mit dem Bus an der Victoria Station sein müssen. Von der Brücke aus sieht man auch gut den Tower of London sowie flussabwärts das HMS Belfast, ein britisches Kriegsschiff, das heute als Bestandteil des Imperial War Museums auf der Themse in London verankert ist und mich als ehemaliger Schifffährtler natürlich brennend interessiert hätte.

Nach all den Kurzbesichtigungen ist es jetzt wieder höchste Zeit, uns Richtung Victoria Station zu begeben. Die Metro, mit der wir zurückfahren ist fast menschenleer, an der Victoria Station angekommen, erfahren wir zu unserem Erstaunen, dass wir richtig Glück gehabt haben. Ab 22:00 Uhr ist ein Generalstreik der Metro angesagt, ein verkehrslogistisches Desaster, an dem wir wirklich knapp vorbeigeschrammt sind. Einfach nur Glück gehabt und die Antwort darauf, weshalb nur noch wenige Passagiere in der Metro angetroffen wurden. Pünktlich um 21:45 Uhr fahren wir mit dem Bus Richtung Flughafen Stansted zurück.

Eine blöde Überraschung zum Abschluss

Wärend der Rückfahrt zum Flughafen schlafe ich ausgezeichnet und nach dem Aussteigen suchen wir am Taxistand ein Taxi. Der freundliche Fahrer gibt uns die Auskunft, dass wir an der Taxi-Zentrale im Flughafengebäude erst unser Ticket lösen müssen. Ich denke mir noch, mensch sind die Briten wieder einmal kompliziert und hole und bezahle am Taxi-Stand unser Ticket zum Hotal Days. Auf dem Ticket ist eine Taxi-Nummer angezeigt und wir finden auch schnell das entsprechende Fahrzeug und schon sind wir unterwegs Richtung Hotel. Gleich nach dem Austeigen beim Hotel bemerke ich, dass meine Kamera nicht mehr in meiner Sakko-Tasche ist und ich sie wahrscheinlich im Auto verloren habe. Patrick versucht noch geistesgegenwärtig dem wegfahrenden Taxi nachzurennen, er kann jedoch trotz rekordverdächtigem Sprint den Taxilenker nicht mehr erreichen. Jetzt fällt mir wieder ein, dass ich ja noch das Ticket von der Taxifahrt habe, auf dem eine Telefonnummer der Taxizentrale angeführt ist. Ich rufe sofort dort an und erkläre einer netten Dame, dass ich meine Kamera wahrscheinlich im Taxi verloren habe. Nach Bekanntgabe der Ticket-Nummer verspricht mir die Dame, so bald als möglich zurück zu rufen. Direkt neben dem Hotel befindet sich eine Raststätte mit Einkaufs-Zentrum, an der wir noch etwas trinken gehen und auf den Rückruf warten. Nach ca. 20 Minuten werde ich angerufen und bekomme die Mitteilung, dass die Kamera gefunden wurde und ich sie am nächsten Tag abholen kann. Gottseidank, denke ich mir, denn alle Bilder der letzten Tage wären sonst verloren gewesen und finde das britische Taxi-System jetzt doch nicht schlecht. Kurz danach verziehen wir uns ins Hotel zum Schlafen.

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