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Dinner in Bournemouth

Kurz vor 19:00 Uhr fahren wir gemeinsam mit Stefanie zur Gastfamilie. Pünktlich dort angekommen werden wir von der ganzen Familie freudig erwartet. Nachdem wir die Blumen und den Wein an den Hausherr und die Hausherrin übergeben haben, zeigt uns der Gastgeber das Haus von innen und führt uns zuerst in das obere Geschoß, wo sich die Schlafräume befinden. Bemerkenswert ist dabei, dass der Hund nur bis zum Zwischenpodest der Stiege mit darf und der obere Stock für ihn absolutes Tabu ist. Auf diesem Zwischenpodest ist auch die Schlafgelegenheit für den Hund eingerichtet, wobei sofort auffällt, dass die Wandtapete im Bereich des Schlafplatzes durch das Wedeln mit dem Hundeschwanz völlig zerfetzt und aufgelöst ist. Wie üblich sind überall stark gemusterte Spannteppich verlegt und auch die Tapeten sind sehr gewöhnungsbedürftig. Die Schlafzimmer sind sehr schlicht und einfach eingerichtet, das Zimmer von Stefanie ist klein und schaut aus wie eine richtige Studentenbude.

Danach werden wir in die Küche und das anschließende Esszimmer geführt. Überall sind ältere Möbel und Kästen zu sehen, der Hausherr berichtet voller Stolz, dass er den Küchenblock erst kürzlich renoviert hat. Auf einer Holzkomode steht ein alter, kleiner Röhrenfernseher. Wir nehmen am Tisch im Esszimmer Platz und der Hausherr bemüht sich, das von ihm zubereitete Abendessen so schnell als möglich zu servieren. Dabei fällt auf, dass er alles selber macht und seine Frau eher teilnahmslos am Tisch sitzt. Der Hund ist völlig aufgeregt über unseren Besuch und da er ständig unterm Tisch und zwischen uns herumstreift schickt ihn der Hausherr kurz entschlossen über die Glastür zum Garten ins Freie. Über diesen Vorgang ist der Hund gar nicht entzückt und er jault und rennt wie verrückt im Garten umher, wir haben jedoch endlich Ruhe.

Als Abendessen gibt es Gemüsesuppe, danach Fisch mit Kuskus und verschiedenes Gemüse. Das Essen ist ausgezeichnet und auch der Rotwein aus England schmeckt vorzüglich. Patrick und ich unterhalten uns blendend mit dem Hausherr, der uns über seine Herkunft aus Israel erzählt. Sein Vater ist sein absolutes Vorbild und er erzählt stolz, dass er während des zweiten Weltkriegs in nur zwei Monaten perfekt Deutsch gelernt hatte. Auch seine Söhne sind sein ganzer Stolz, die mit Leidenschaft in einem Turnverein Sportwettkämpfe bestreiten. Während unseres Gespräches kommen wir auch auf das Thema Eichhörnchen, das wir heute am Park gesehen haben. Der Hausherr ist völlig negativ auf diese Tiere eingestellt und vergleicht sie mit Ratten. Für uns völlig unverständlich, sind sie doch für uns richtig liebe und nette Waldbewohner. Mittlerweile ist es schon kurz vor 22:00 Uhr und die Hausherrin ist sichtlich froh, dass sie sich mit ihren zwei Söhnen verabschieden kann. Während des gesamten Abends hat sie sich nur wenig mit unseren Frauen unterhalten.

Kurz darauf beschließen auch wir den Abend zu beenden und bedanken uns recht herzlich für die Einladung. Der Hausherr zeigt uns deutlich, dass er sich sehr über unseren Besuch gefreut hat und als Dank darf Stefanie mit uns ins Hotel gehen und muß erst am nächsten Vormittag wieder im Haus sein.

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