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Corfe Castle und Lulworth Castle

Unser erster Tagesausflug beginnt
Um ca. 09:30 Uhr fahren wir zu Stefanie und starten unseren ersten Ausflug auf die "Isle of Purbeck" um "Corfe Castle" zu besichtigen. Stefanie kennt den Weg und lotst uns aus Bournemouth hinaus Richtung Poole. Wir fahren ein Stück zu weit und müssen daher wieder umkehren, fahren jetzt aber Richtung Meer und dort entlang ins Zentrum von Poole.

Wir fahren durch Poole
Wir kommen an Sandbanks vorbei, wo entlang der Uferstrasse prächtige Nobelvillen mit wunderschönen Gärten zu sehen sind. Hier soll man weltweit die vierthöchsten Grunstückspreise zu bezahlen haben. In der kleinen Bucht gehen zahlreiche Surfer und Kitesurfer ihrem Hobby nach.

Der Hafen von Poole ist der größte Naturhafen der Welt und sehr beliebt, obwohl er für große Schiffe ungeeignet ist. Heute fahren vom Hafen aus Fähren nach Frankreich. Der bekannte Luxusyachtenbauer Sunseeker hat hier seine Werft.

Leider haben wir keine Zeit Poole näher anzuschauen und fahren daher weiter zur Autofähre um zur Isle of Purbeck zu gelangen. Vor der Auffahrt zur Fähre stehen etwa 15 Fahrzeuge und schon nach kurzer Zeit können wir auf die Fähre fahren. Dicht gedrängt stehen die Autos auf der Fähre, man hat fast keinen Platz auszusteigen und es bleiben auch alle im Fahrzeug sitzen. Die Fähre wird über eine durch das Wasser führende Stahlkette ans andere Ende gezogen und die Überfahrt von ca. 200 m dauert nur kurze Zeit. Die Fähregebühr von 3 Pfund muß erst auf der gegenüber liegenden Seite bei einem Kontrollhäuschen bezahlt werden.

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Eine Pfadfindergruppe sowie Radfahrer sind auf der hügeligen Strasse durch die wunderschöne Naturlandschaft dieser Halbinsel unterwegs. Eine schmale Landstrasse führt uns über die ausgedehnte Heidenlandschaft von Studland. Mitten im Dorf, welches seinen Namen mit der Heide teilt, beginnen die steilen und hohen Hügel, die sich quer wie ein Band durch die Halbinsel ziehen. Die Strassen werden extrem eng, kurvenreich und unübersichtlich, bei Gegenverkehr wird es oft sehr knapp. Vor jeder Kurve ist auf der Fahrbahn der Hinweis "slow" zu lesen, was man angesichts der Unübersichtlichkeit durch die Hecken und enge der Strassen auch gerne befolgt. Auf einer malerischen Aussichtsplattform bleiben wir stehen und geniessen die Aussicht auf die idyllische Heidelandschaft und den Naturhafen von Poole.

Wir erreichen Corfe Castle
Wir fahren weiter und erreichen gegen 11:40 Uhr eine Querstrasse, wo man die Burgruine von "Corfe Castle" schon von weitem majestätisch auf einem kleinen Hügel emporblicken sieht. Direkt unterhalb der Ruine parken wir an der Strassenkreuzung auf einem freien Platz unser Auto und gehen zu Fuß entlang des Hügels in Richtung Dorfzentrum. Schafe weiden auf dem steilen Gelände und links der Strasse sind die ersten kleinen, malerischen Häuser mit dunkelgrauen Schieferdächern zu sehen. Von weitem hören wir ein Pfeifen und Zischen einer Dampflok und kurze Zeit später sehen wir auch schon einen Dampfsonderzug am kleinen Viadukt oberhalb der Strasse vorbeiziehen.

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Das Dorf wurde größtenteils aus grauem Kalkstein aus Purbeck erbaut und die kleinen schiefergedeckten Häuser liegen wie im Märchen unterhalb der großen Überreste der Festung. Die meisten Steinhäuschen haben so kleine Fenster und niedrige Türen, dass hier nur Zwerge und kleinwüchsige Menschen gelebt haben können. Wären nicht die asphaltierten Strassen und der Durchzugsverkehr könnte man sich fast ins Mittelalter zurück versetzt fühlen. Gut vorstellbar wäre auch, in diesem bilderbuchhaften Ambiente von britischem Flair die eigenwillige und bekannte "Miss Marple" anzutreffen oder Mister "Bean" taucht irgendwo mit seinem grünen Mini auf. Es ist nicht verwunderlich, das dieses Dorf als eines der schönsten der Welt angesehen wird. Rund um den Marktplatz, von dem auch der Eingang zur Burg führt, gibt es eine Ansammlung von mehreren Cáfes, Pubs, kleinen Läden und im Hintergrund ragt der 4-eckige Turm der Kirche hervor. In der Dorfbäckerei besorgen wir uns Mehlspeisen und Getränke und bewundern danach die riesige Festung.

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Nach der Burgbesichtigung kaufen wir in einem Souvenirladen am Marktplatz Ansichtskarten und entdecken gegenüber einen kleinen "Post-Shop", der extrem urig, klein und mit allen möglichen Verkaufsartikeln an den Wänden komplett verhängt und vollgestopft ist. Nach dem wir die Briefmarken gekauft haben spazieren wir die Straße Richtung Westen, kehren bald danach wieder um und möchten noch die Kirche besichtigen. Beim Öffnen der Tür stellen wir fest, dass im Mittelraum eine größere Anzahl Erwachsener und Kinder im Kreis stehen und sich mit irgend etwas beschäftigen. Wir möchten nicht stören, verzichten daher auf die Kirchenbesichtigung und schlendern wieder zum Auto zurück.

Auf nach Lulworth Castle
Zuerst führt uns der Weg über enge Strassen nach Wareham, wo wir direkt im Zentrum einen Parkplatz finden. Es fängt leicht an zu regnen, kalter Wind bläst uns entgegen und da wir nichts außergewöhnliches erblicken, kehren wir wieder zum Auto zurück und beschließen zum Schloß in Lulworth zu fahren. Immer dunklere Wolken ziehen jetzt auf und der Regen wird stärker, schon bald sind wir beim Lulworth Castle das mächtig und stolz vor uns liegt. Unter strömendem Regen gehen wir vom Parkplatz zum Castle und schauen uns die riesige Parkanlage mit dem Castle an. Als erstes besichtigen wir die links neben dem Schloss stehende kleine Kapelle und danach das schön restaurierte Schloss, das früher als Jagdschloss und heute als Museum dient.

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Im Keller des Schlosses können die verschiedensten Räumlichkeiten aus früheren Zeiten mit den Gegenständen von damals besichtigt werden. Besonders die Schlossküche mit dem einzigartigen großen Herd, den alten Küchengeräten und das wunderschöne Geschirr ist sehenswert. Im Erdgeschoss ist die geschichtliche Abwicklung des "Castle" eindrucksvoll dokumentiert, der linke vordere runde Turm kann bestiegen werden, die Aussicht in die Umgebung der Jurrasic Coast von Dorset ist einmalig schön. Nachdem es draußen ordentlich schüttet nehmen wir uns viel Zeit um das Castle genau zu besichtigen. Irgendwann haben wir aber alles gesehen und müssen wieder in den strömenden Regen. Vorerst haben wir die Absicht, den angrenzenden Waldpark mit der Tierfarm noch anzuschauen, brechen jedoch wegen dem Dauerregen dieses Vorhaben ab und gehen zum Auto zurück. Auf die geplante Besichtigung von Durdle Door wird auf Grund der schlechten Witterung ebenfalls verzichtet und wir beschliessen, Richtung Bournemouth zu fahren um dort das Oceanarium zu besichtigen.

Wir sind wieder in Bournemouth
Wir parken unser Auto beim Hotel und nachdem wir uns im Zimmer kurz frisch gemacht haben, spazieren wir entlang der Uferpromenade ins Zentrum. Jetzt reißt die Wolkendecke plötzlich auf und das Wetter wird hervorragend. Wir ärgern uns noch, dass wir Durdle Door nicht besichtigt haben, freuen uns aber schon auf das Oceanarium. Dort angekommen stellen wie leider fest, dass es nur bis 17:00 Uhr geöffnet hat und es mittlerweile schon 16:45 Uhr ist. Völlig fustriert von diesem Mißgeschick bemerken wir, dass wir eigentlich den ganzen Tag noch nichts Warmes zu uns genommen haben. Stefanie führt uns durch den wunderschönen Stadtpark zum japanischen Spezialitätenlokal "Wagamama" und verspricht, als Entschädigung dort herrliche Nudelgerichte zu bekommen. Dem ist auch wirklich so, das Restaurant, ähnlich wie MC Donalds geführt, bietet alle möglichen Nudelgerichte an. Patrick und ich entscheiden uns für ein schärferes Nudelgericht mit Röhrennudeln, scharfe Hühnerbrühe, grillierte Pouletbrust in Scheiben, Sojasprossen, Koriander, Frühlingszwiebeln, Chili und Limette. Wir sind begeistert über diese asiatischen Spezialitäten, das Essen mit den Plastikstäbchen geben Elisabeth und ich jedoch nach ein paar Versuchen sofort wieder auf und nehmen lieber wieder Messer und Gabel, während die Anderen sich mit den Stäbchen redlich bemühen.

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Gestärkt und mit neuem Elan geht unser Marathon weiter durch den Stadtpark Richtung Englischer Schule, wo Stefanie ihre Englischkenntnisse vertieft. Es ist ein kleineres, älteres, aus Backsteinen errichtetes Gebäude direkt am Stadtpark gelegen. Sie zeigt uns noch das Fenster ihres Klassenzimmers, weil heute Sonntag ist können wir die Schule leider nur von Außen besichtigen.

Nachdem wir ein Foto vor der Schule gemacht haben spazieren wir wieder Richtung Zentrum und kommen in unmittelbarer Nähe zur Schule an einer typisch anglikanischen Kirche vorbei. Im Inneren sind einige Leute, unter anderem auch mehrere gepflegt gekleidete Frauen und Männer, die uns gleich freundlich begrüßen und sichtlich Freude haben, dass wir die Kirche besichtigen. Ein älterer Mann fragt uns auch gleich, woher wir kommen. Nachdem wir ihm mitgeteilt haben, dass wir Österreicher sind und Stefanie hier in Bournemouth für 1 Jahr Englisch lernt, kommt er ins Schwärmen über den schönen Achensee in Tirol. Er war vor Jahren dort auf Urlaub, kann sich aber nicht mehr an den Ort erinnern. Ich frage ihn ob es Pertisau war, er bejaht dies sofort und freut sich sichtlich über die schöne Zeit in Pertisau zu reden. Die Kirche ist sehr groß, wirkt etwas düster und die Bänke sind kreisförmig um den Altar angelegt. Auf einigen Bänken liegen schön verzierte und mit Namen versehene Kissen. Es gibt auch viel Info-Material, das von den Mitgliedern der Kirche ständig angeboten wird.

Anschließend schlendern wir wieder durch den Stadtpark und gelangen zum Pear, wo wir im Restaurant im 1. Stock etwas trinken möchten. Nachdem auf allen Tischen für Abendessen eingedeckt ist, die Fensterplätze zum Meer schon alle belegt sind und das Lokal sehr steril und nicht gerade einladend wirkt, verzichten wir darauf hier zu bleiben. Stefanie führt uns wieder durch den Park zu einem Pub, wo sie sich nach der Schule öfters mit ihren Schulkolleginnen trifft. Müde und vom vielen Laufen durstig holen wir uns an der Theke unsere Getränke. Wir beobachten noch eine ältere Frau, wie sie mit scheinbar zuviel Alkohol sich durch die Tischreihen tastet und schwankend hinter dem WC-Eingang verschwindet. Wir stellen fest, dass wir vom anstrengenden Tag müde sind und entschliessen uns, Stefanie zur Gastfamilie zurück zu bringen und danach ins Hotel zum Schlafen zu gehen.

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