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Christchurch

Das zweite Frühstück
Heute wache ich um 06:00 Uhr auf und mein erster Blick aus dem Fenster verheißt nichts Gutes. Der Himmel ist komplett mit Wolken bedeckt und es regnet leicht. Meine Frau Elisabeth ist auch schon wach und wir sind uns einig, dass wir unseren gemeinsam geplanten Morgenspaziergang auf Grund der schlechten Witterung nicht machen. Statt dessen beschäftigen wir uns mit Ansichtskarten schreiben. Um 06:45 Uhr wecken wir die Anderen und gehen kurz vor 1/2 8 Uhr zum Frühstücksraum. Die steilen Treppen sind wir mittlerweile gewohnt und vor dem Frühstücksraum steht schon eine größere Gruppe älterer Damen und Herren. Der bayrische Dialekt ist nicht zu überhören und eine Dame beschwert sich bei einer Reisegefährtin, dass sie von dem "Gegurre" der Tauben vor dem Fenster ihres Zimmers die ganze Nacht nicht richtig schlafen konnte. Kurz danach wird der Frühstücksraum geöffnet und wir dachten eigentlich, dass wir wieder am selben Tisch Platz nehmen können, doch eine nette Engländerin weist uns einen neuen Platz an einem runden Tisch in der Nähe des Buffets zu. Angesichts der großen Gruppe gehen wir gleich ans Buffet um uns mit Wurst, Käse und Obst einzudecken. Dies war eine richtige Entscheidung, weil danach die bayrische Gruppe das Buffet stürmte und ein heilloses Durcheinander entstand.

Heute habe ich mich dazu entschlossen, beim Servicepersonal "Bacon" und "Saucages" zu bestellen. Der Speck war sehr dick geschnitten und meines Erachtens übermäßig gesalzen und nur gekocht und nicht angebraten. Leider hat er mir überhaupt nicht geschmeckt und auch das warme Wüstchen war alles andere als gut. Es hat wie ein ungewürzter Hackbraten geschmeckt und ist mit unseren Würstchen nicht vergleichbar. Gottseidank waren die Toastscheiben heute nicht mehr so verkohlt wie gestern und so habe ich mich wieder mit dem normalen Frühstück mit Wurst, Käse und Marmelade begnügt.

Spaziergang mit dem Hund
Nach dem Frühstück fahren wir sofort zu Stefanie um mit dem Hund "Paddy" den täglichen Morgenspaziergang am Strand zu machen. Das Wetter hat sich gebessert, es ist zwar bewölkt, aber es regnet nicht mehr. Stefanie ist noch mit Blumengießen beschäftigt, danach gehen wir gemeinsam mit dem Hund zum nahe gelegenen Strandabschnitt. Dort angekommen lässt sie ihn laufen und er fühlt sich auf der weitläufigen Wiese oberhalb der Klippe richtig wohl.

Ich bemerke plötzlich eine Müdigkeit in mir und habe keine Lust mehr zu laufen, setze mich halbschlafend auf eine Parkbank und warte dort ca. 1 Stunde bis sie mit dem Hund wieder zurück kommen. Patrick ist ganz fasziniert vom Labrador, er erzählt dass er beim Spielen am Strand richtig Spaß gehabt hat und der Hund schon seinen Kommandos gehorcht. Wir besprechen noch kurz, was wir heute unternehmen. Ich bestehe darauf, dass wir auf jeden Fall Stonehenge anschauen, da es ganz in der Nähe ist und bei einem Englandbesuch ganz einfach dazu gehört.

Jetzt geht's nach Christchurch
Als erstes fahren wir zum ganz in der Nähe gelegenen Ort Christchurch und parken dort auf einem öffentlichen Parkplatz an einem Supermarket. Richtung Norden her ist eine gewaltige, dunkelgraue bedrohliche Wolke am Himmel zu sehen. Wir spazieren ins Zentrum, wo gerade ein Markt ist. Es sind auffallend viele ältere Damen und Herren zu sehen. Wie ich im Internet gelesen habe sind aufgrund des milden Klimas viele Rentner angesiedelt, um ihren Lebensabend hier zu verbirngen. Der Einwohneranteil von Menschen über 60 Jahre ist in Christchurch mit über 33% extrem hoch. Nachdem wir die Marktstände abgeklappert haben und eigentlich keinen Unterschied zu Wochenmärkten in unseren Regionen festgestellt haben, ist im Hintergund die große Kirche von Christchurch schon zu sehen. Hinter einer großen Wiese mit zahlreichen alten Steingräbern erstreckt sich der lange, mittelalterliche Steinbau der mächtigen Kirche von Cristchurch.

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Wir gehen Richtung Kircheneingang wo auf einem Podest Reparaturarbeiten an der Decke durchgeführt werden. Im mächtigen, langgezogenen Kirchenschiff ist wieder Aufsichtspersonal anwesend. Eine nette ältere Dame gibt mir gleich zu verstehen, dass ich die Kirche ruhig anschauen und auch Fotos machen kann, wobei jedoch für ein Foto 1 EUR zu bezahlen ist. Sie informiert uns, dass die Kirche 1094 gebaut wurde und die längste Kirche Englands sei. Ich bedanke mich für die Information, mache jedoch keine Bilder in der Kirche weil es ganz einfach zu dunkel zum Fotografieren ist. Auch hier sind wieder die mit Namen bestickten Kissen in den Kirchenbänken zu sehen.

Nach dem Kirchenbesuch spazieren wir Richtung Hafen, wo an der Promenade zahlreiche Schwäne, Seevögel und Tauben herumspazieren. Die Wolke im Hintergund sieht jetzt bedrohlich schwarz aus und wir entscheiden uns hinter dem Kirchengelände am Kai entlang wieder Richtung Ortsmitte zu gehen.

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Der schmale Fußgängerweg ist gesäumt mit dichtbewachsenen Sträuchern und großen Bäumen mit herabhängenden Ästen bis ins Wasser. Linksseitig sehen wir das große Kirchengebäude, rechtsseitig kommen wir an einem großen Yachthafen und am Ende des Weges an einer kleinen Ruine im angrenzenden, weitläufigen Kirchengelände vorbei. Die Straße führt nach rechts über eine schmale, ampelgeregelte und nur einspurig befahrbare kleine Brücke. Wir gehen nach links an einer Englischschule vorbei Richtung Zentrum, an der linken Strassenseite entdecken wir ein wunderschönes, strohbedecktes Haus.

Es ist jetzt bereits Mittagszeit, wir haben jedoch alle nach dem ausgiebigen Frühstück keinen Hunger und nehmen im Hinterhof eines Cafes Platz um unseren Durst zu stillen. Leider haben wir keine Zeit um Christchurch länger zu besuchen und gehen entlang des Marktes wieder zum Auto um das nächste Ziel New Forest anzusteuern.

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