Über michBilderReiseberichteVideosPanoramabilderLinksGästebuch

Bournemouth

Morgenstund hat Gold im Mund
Kurz vor 05:00 Uhr werde ich wach, draußen ist es schon hell. Obwohlo ich nur 3 Stunden geschlafen habe, entschließe ich mich die Gegend um das Hotel ein wenig anzuschauen und schleiche mich aus dem Zimmer. Auch an der Rezeption ist niemand zu sehen und schon bin ich vor dem Hoteleingang. Bittere Kälte und eine leichte Brise erwarten mich, der Himmel bewölkt und nicht gerade einladend. Mein erster Weg führt mich zu unserem Mietauto und ich komme auf die Idee, das Auto umzuparken. Ich fahre daher auf den Hotelparkplatz, finde jedoch wieder keinen freien Platz und stelle nun das Auto auf der vor dem Hotel entlang führenden Strasse ab. Von Osten her zieht eine gewaltige, schwarze Wolke bedrohlich auf, ich friere nur mit einem T-Shirt bekleidet und entschliesse mich eine Jacke und den Fotoapparat zu holen.

Strandspaziergang
Nachdem ich die Jacke geholt habe gehe ich entlang der Uferstrasse in die Richtung des schon von Weitem sichtbaren Pears. Rechtsseitig der Strasse reiht sich ein Hotel nach dem anderen, der Strand liegt etwa 50 m links unter der Strasse. Zwei Jugendliche kommen mir entgegen, einer davon hat einen überdimensionalen Mauskopf mit roten Ohren übergestülpt. Was auch immer er damit bezwecken wollte, das Wetter bessert sich völlig unerwartet schnell und die ersten Sonnenstrahlen geben dem weitläufigen Strandabschnitt einen südländischen Charakter. Linksseitig sehe ich einen Schrägaufzug, mit dem man von der Klippe an den Strand fahren kann, natürlich ist er um diese Zeit noch nicht in Betrieb. Kurz danach führt ein Fußweg in Serpentinen nach unten wo mich ein herrlicher, verlassener Sandstrand erwartet. Das weit in das Meer hinausgebaute Pear kommt immer näher und rechts sind Strandkabinen zu sehen. Vor der letzten Kabine sitzen zwei junge Burschen und ein Mädchen in Decken eingehüllt und geniessen die ersten Sonnenstrahlen. Am Pear angelangt, tummelt sich eine größere Gruppe Jugenlicher im Sand und mich fröstelt es beim Anblick ihrer spärlichen Bekleidung. Auf einer Parkbank liegen drei Burschen und schlafen scheinbar ihren Rausch aus. Hier muss es in der Nacht eine größere Fete gegeben haben, die zahlreichen Flaschen und Dosen sprechen Bände. Ich mache ein paar Bilder und gehe wieder ins Hotel zurück. Nachdem ich wieder entlang der Uferstrasse gehe, bemerke ich auf einem Hinweisschild, dass auf dieser Strasse ab 09:00 Uhr Parkgebühren zu bezahlen sind. Beim Hotel angekommen stelle ich daher mein Fahrzeug wieder auf den alten Abstellplatz zurück.

Zurück

Weiter

Erstes englisches Frühstück
Im Hotelzimmer angekommen ist meine Frau Elisabeth bereits wach und nach und nach stehen auch die Anderen auf. Stefanie entschließt sich doch nicht im Hotel zu frühstücken und bittet mich, sie mit dem Mietauto zur Gastfamilie zu fahren. Bei der Rückfahrt zum Hotel bin ich wieder voll und ganz auf das Navi angewiesen, den Weg zurück hätte ich sonst nur schwer gefunden. Christine steht vor dem Hoteleingang und zieht wie auch noch ein paar andere Hotelgäste hastig an ihrer Morgenzigarette. Gemeinsam gehen wir zum Frühstücksraum, der sich im Untergeschoss befindet. Elisabeth und Patrick warten dort schon und ein netter Kellner weist uns einen Tisch zu. Der Frühstücksraum ist sehr dunkel, hat leider keine Fenster und nur künstliches Licht und ist natürlich mit dem typisch englischen Teppich ausgestattet. Wir gehen gemeinsam ans Buffet und sind vorerst ein wenig enttäuscht. Auf einer alten, kleinen Holzvitrine sind nur wenige Käse- und Wurstsorten sowie ein paar Obstsorten angerichtet. Marmelade, Honig und Butter sowie ein Joghurt stehen daneben, auf einem Teller liegen ein paar kleine Mehlspeisen. Kaffee, Tee und die Toastbrötchen werden an den Tisch serviert. Der Kaffee ist relativ gut und auch die Wurst und der Käse sind ausgezeichnet. Das dreieckige Toastbrot wird vom Personal mit zu stark angebräunten kohlschwarzen Rändern serviert, niemand scheint dies jedoch zu stören und wir schneiden die angeschwärzten Ränder einfach ab. Auf einer Menükarte ist das typisch englische warme Frühstück angeführt, das beim Servicepersonal bestellt werden muss. "Scrambled eggs" (Rühreier auf Toastscheiben), "Bacon" (Speck), "baked beans" (Bohnen mit Tomatensauce) und Saucages (Würstchen). Um etwas davon auszuprobieren versuche ich es mit "baked beans" und der Kellner fragt noch "only beans" worauf ich ihm mit "yes" antworte. An den Nebentischen sitzen Engländer vor Tellern mit Spiegel- oder Rühreiern, Bohnen, warmen Tomaten, gebratenem Speck und Würstchen. Kaum zu glauben, was hier auch Frauen schon zum Frühstück alles verdrücken. Ich bekomme den Teller warmer Bohnen mit Tomatensauce serviert und schon nach ein paar Löffeln lasse ich das für mich ungewöhnliche Frühstücksgericht stehen und wende mich wieder dem normalen Frühstück zu.

< zurück > nächste Seite