Über michBilderReiseberichteVideosPanoramabilderLinksGästebuch

Anreise Mietauto

Wir holen unser Mietauto ab
Wir sind erleichtert, dass mit dem Flug alles gut geklappt hat und suchen nun den Schalter der Fa. Hertz zur Abholung unseres Mietautos. Gleich links neben dem Ausgang entdecken wir die Büros der verschiedenen Mietautofirmen und ganz in gelb gehalten der Schalter der Fa. Hertz. Ich stelle mich mit meinem Sohn Patrick an und schon nach kurzer Zeit sind wir an der Reihe. Jetzt sind erstmals unsere Englischkenntnisse gefragt und der freundliche Herr am Schalter versucht noch, uns ein größeres Auto sowie eine Zusatzversicherung von EUR 19,00 pro Tag aufzuschwätzen. Ebenfalls empfiehlt er die Bezahlung einer Tankfüllung, damit das Auto mit leerem Tank zurück gegeben werden kann. Wir haben ihm mitgeteilt, dass wir das alles nicht brauchen und er erklärte uns noch, wo wir unser Mietauto finden und dass wir mit dem Code 1085 die Schranke öffnen können.

Jetzt kaufen wir am Shop neben dem Ausgang noch ein paar Süssigkeiten sowie Getränke und schon sind wir Richtung Parkplatz der Mietautos unterwegs. Alles ist bestens ausgeschildert und wir finden unser Mietauto, ein Ford Focus wie vom Verkäufer mitgeteilt auf Platz Nr. 74. Wir sind erstaunt, wie neu das Fahrzeug ausschaut und freuen uns, dass wir so eine gute Wahl getroffen haben.

Zurück

Weiter

Der Linksverkehr beginnt
Nach kurzer Kontrolle ob am Auto alles in Ordnung ist verstauen wir unsere Koffer und steigen ein. Nachdem ich mein mitgebrachtes Navigationsgerät an der Windschutzscheibe montiert und die bereits zuhause vorprogrammierte Strecke nach Bournemouth eingegeben habe beginnt nun der Linksverkehr für mich. Die Ausfahrt aus dem Gelände der Mietwagenfirma erfolgt über Eingabe des erhaltenen Codes am elektrischen Schranken und schon sind wir auf der öffentlichen Strasse. Am Anfang schon ein komisches Gefühl erstmals auf der rechten Seite zu sitzen, mit der linken Hand zu schalten und links zu fahren. Es dauert nicht lange und schon ist der erste "Roundabout" (Kreisverkehr) zu durchfahren. Schon beim ersten Kreisverkehr habe ich die richtige Ausfahrt verpasst und drehe noch eine Ehrenrunde um wieder die richtige Ausfahrt zu erreichen. Jetzt geht es Schlag auf Schlag mit riesigen, goßräumig angelegten Kreisverkehren, mein Navi gibt mir gottseidank immer schon rechtzeitig die richtige Ausfahrt bekannt (z.B. im Kreisverkehr die 3. Ausfahrt). Man fährt automatisch im Uhrzeigersinn in den Kreisverkehr und es geht jetzt alles besser als erwartet. Mein Sohn Patrick erweist sich jetzt als guter Beifahrer, zählt er doch bei jedem Kreisverkehr die Ausfahrten mit und so finden wir relativ leicht den richtigen Weg. Auf dem "Motorway" (Autobahn) angekommen wird alles ganz "easy" und es taucht das trügerische Gefühl auf, als ob man schon jahrelang mit dem Linksverkehr vertraut wäre.

Mittlerweile fahren wir schon über 1 Stunde mit starkem Verkehrsaufkommen Richtung Süden und sind immer noch auf der 3-spurigen Umfahrungsautobahn von London unterwegs. Auf den englischen "Motorways" geht es sehr diszipliniert zu, keine Raser oder Drängler und fast alles spielt sich auf den linken Spuren ab, die rechte Spur wird nur kurz zum Überholen verwendet. Immer wieder werde ich vom Navi wegen Geschwindigkeistüberschreitung informiert, da hier höchstens mit 70 Meilen pro Stunde (ca. 113km/H) gefahren wird. Was ganz besonders auffällt sind der links und rechts der Autobahn stark bewachsene Grünstreifen mit Gebüsch und Bäumen. Kein Haus und keine Ortschaft zu sehen, man hat das Gefühl mitten auf dem Land unterwegs zu sein, von London ist absolut nichts zu sehen. Erst als wir direkt am Flughafen Heathrow vorbeifahren ist kurz etwas zu sehen und nach ca. 1,5 Stunden Fahrzeit nehmen wir uns auf einer Autobahnraststätte, die auf dieser Strecke übrigens sehr rar sind, eine kurze Auszeit. Signalisiert werden die Raststätten am Motorway mit dem Hinweisschild "Service".

Mittlerweile ist es 20:15 Uhr und wir sind nur noch 15 km von Bournemouth entfernt. Wir fahren schon längere Zeit auf einer gut ausgebauten 2-spurigen Schnellstrasse und Christine ruft ihre Tochter Stefanie an, dass wir in ca. 30 Minuten bei ihr eintreffen werden. Kurz danach verlassen wir die Schnellstrasse und sind am Ortsanfang von Bournemouth angelangt. Jetzt beginnt erstmals der Gegenverkehr und wiederum jagt ein Kreisverkehr den anderen. Plötzlich wird das Linksfahren schwieriger und verlangt vor allem beim Einbiegen in den Querverkehr absolute Konzentration. Vor allem beim Rechtsabbiegen neigt man dazu auf die recht Strassenseite zu fahren. Erst die auf dieser Seite entgegenkommenden Autos und die Hinweise meines Sohnes Patrick führen mich das eine oder andere Mal doch noch auf die richtige Fahrbahn. Jetzt erweist sich das Navi als absoluter Glücksgriff und weist uns den richtigen Weg, ich kann mich voll und ganz auf das Linksfahren konzentrieren. Noch einmal rechts einbiegen und nach ca. 246 km Anreise sind wir in der "Rotherfield-Road".

Wir sind in Bournemouth
Sie haben ihr Ziel erreicht, tönt es aus dem Navi am Ende dieser wenig befahrenen Nebenstrasse und wir parken unser Auto auf der rechten Strassenseite, wissen jedoch noch nicht genau, welches Haus das richtige ist. Christine ruft Stefanie nocheinmal an, dass wir schon etwas früher an der Rotherfield-Road angekommen sind und sie soll doch bitte herauskommen. Wir steigen aus, es ist kalt und windig und während wir uns kurz umschauen kommt vom Haus rechts neben uns Stefanie heraus. Eigentlich haben wir das Haus auf der anderen Strassenseite vermutet, freuen uns jedoch sehr auf ein Wiedersehen mit Stefanie, die uns alle umarmt und sich sichtlich freut. Danach gehen wir in das Haus ihrer Gastfamilie, wo uns als erstes der Labrador Paddy beschnuppert und dann der Hausherr sowie sein älterer Sohn begrüßt. Wir nehmen in einem Zimmer Platz, übergeben unsere mitgebrachten österreichischen Gastgeschenke und bekommen ein Begrüßungsgetränk.

Zurück

Weiter

Wir unterhalten uns blendend mit dem Hausherr, der sichtlich Freude mit unserem Besuch hat und sich sehr locker und aufgeschlossen präsentiert. Barfuß und in legerer Kleidung sitzt er am Boden und wir unterhalten uns sehr gut, wobei uns das mittlerweile gute Englisch von Stefanie besonders auffällt. Auch seine Frau kommt kurz vorbei, nach einem kurzen "Nice to meet you" ist sie aber auch schon wieder weg und scheint nicht so viel Wert auf unseren Besuch zu legen. Wir erzählen auch, was wir in den nächsten Tagen in der Gegend um Bournemouth alles anschauen möchten und er gibt uns auch noch den Tipp Christchurch unbedingt zu besuchen. Wir danken für die Gastfreundschaft und verabschieden uns um ca. 21:20 Uhr, wobei der Hausherr noch mitteilt, dass er uns unbedingt zum Dinner für Montag Abend einladen möchte.

Auf ins Hotel Suncliff
Nach diesem Kurzbesuch bei der Gastfamilie fahren wir gemeinsam mit Stefanie zum Hotel Suncliff. Sie hat für heute frei bekommen und kann bei uns im Hotel übernachten. Eine Baustelle kurz vor dem Hotel ist für das Navi kein Problem, außerdem ist Stefanie schon ortskundig und leitet uns problemlos zum Hotel. Direkt an der mächtigen Klippe liegt das von Außen elegant anzusehende Suncliff-Hotel, direkt im prestigereichen Bezirk East Cliff und nur getrennt durch eine Uferstrasse. Alle Parkplätze beim Hotel sind belegt, sodass ich auf der hinteren Nebenstrasse parken muss. Mit unserem Gepäck gehen wir zur Anmeldung an die Hotelreception, im Nebenraum spielt eine Band Tanzmusik und ältere Paare tanzen dazu. Christa nützt die Gelegenheit, um vor dem Hoteleingang noch einmal schnell eine Zigarette zu geniessen. Die junge Dame an der Rezeption ist sehr freundlich und nach Bezahlung mit der Kreditkarte erhalten wir den Schlüssel für unser 4-Bettzimmer. Das Zimmer liegt im 2. Stock und ist durch einen Lift sowie mehrere verwinkelte düstere Gänge und kleine Treppen zu erreichen. An zwei Türen müssen wir durchgehen, wo draufsteht, dass es sich um Brandschutztüren ("fire-door") handelt, was in Anbetracht der Ausführung in Holz mit Glasausschnitt alles andere als vorschriftsmäßig aussieht. Besonders auffallend und scheinbar in England üblich, die gemusterten Teppichböden und Tapeten sowie die Stufen der Stiegen sind sehr schmal und hängen gewaltig nach unten. Das Zimmer besteht aus 2 Räumen und einem Bad/WC, die Möbel scheinen aus den 70-iger Jahren zu sein. Es ist zwar alles sauber aber doch recht altmodisch eingerichtet. Die Holzböden hängen durch und knarren, ein kleiner Kasten direkt neben der Eingangstür schaut aus als ob er demnächst nach vorne kippen würde. Das Doppelbett ist relativ schmal und die Stockbetten im hinteren Zimmer sind wackelig und ebenfalls klein geraten. Die veralteten Tapeten und der dunkle Teppichboden geben den Räumen einen biederen und unfreundlichen Charakter. Nur das Bad/WC macht mit den hellen Fliesen einen freundlichen Eindruck und muß erst kürzlich renoviert worden sein. Auf einer Anrichte steht ein Wasserkocher und verschiedene Teesorten sowie 2 Päckchen Fertigkaffee liegen in einer Schale bereit.

Zum Abschluss noch einen Drink
Wir packen aus und quatschen über alles mögliche, gibt es doch noch allerhand zu erzählen. Schlussendlich entscheiden wir uns zum Abschluss des langen Tages gemeinsam in der Hotelbar noch einen Drink zu nehmen. Wir benutzen das Treppenhaus und müssen wieder feststellen, dass die Stufen beim Abwärtsgehen fast lebensgefährlich und die stark nach unten geneigten Treppenstufen nur mit Vorsicht zu begehen sind. In der Lounge "Tropicana" spielt mittlerweile keine Musik mehr und es sind nur noch einige Tische besetzt. Wir bestellen unsere Getränke an der Bar und nehmen auf einer gemütlichen Sitzecke Platz.

Zurück

Weiter

Wir unterhalten uns weiter und von draußen peitscht mittlerweile starker Regen an die Fenster. Eine Gruppe junger Engländerinnen kommt völlig durchnässt, kreischend und größtenteils barfuss in unsere Lounge und macht einen Höllenlärm an der Bar. Langsam überfällt uns doch die Müdigkeit und um 01:20 Uhr gehen wir wieder auf's Zimmer. Jetzt beginnt die Diskussion wer wo schläft, wir entscheiden uns dafür, dass die Frauen gemeinsam im Stockbett schlafen und kurz vor 02:00 Uhr legen wir uns nieder.

< zurück > nächste Seite