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Reisetipps

Allgemeine Info
Wer Kuba richtig kennen lernen will, der kann nur auf einer Rundreise alles so richtig hautnah erleben. Keine andere karibische Insel bietet so viel Vielfalt und Schönheit wie Kuba. Traumhafte, von Kokospalmen gesäumte schneeweiße Strände und das azurblaue karibische Meer versetzen jeden in Entzücken. Für viele ist Kuba nicht umsonst eines der schönsten Fleckchen auf Erden. Eine Insel mit viel Kultur, Geschichte und Charme, mit einer vielseitigen und abwechslungsreicher Natur und voller Gastfreundschaft, Musik und Tanz. Imposante Gebirgszüge, Mangrovensümpfe, kleine Inseln und eine überwältigende Vegetation bestimmen das Bild. Tabak- und Zuckerrohrfelder wechseln mit Reis- und Bananenplantagen ab, den kleinen Kolonialstädtchen wie Trinidad und Cienfuegos einen Besuch abzustatten lohnt sich genauso wie die örtlichen Zigarren- oder Rumfabriken kennen zu lernen.

Und zwischendurch einen Badeaufenthalt auf Cayo Coco, bei Trinidad oder am Traumstrand von Varadero einplanen. Hier findet man herrliche Strände und schöne Hotels. Die perfekten Plätze zum Baden, Schnorcheln, Tauchen und Relaxen. Und nirgends schmeckt ein Mojito besser, als in einer kubanischen Bar, wo der Duft würziger Zigarren in der Luft hängt und sich karibische Musik mit dem Rauschen des Meeres vermischt.

Auf dieser Entdeckungsreise ist unbedingt auch die Hauptstadt Havanna mit einzubeziehen. Ehe man sich versieht, bleibt man beim Bummeln in einer Bar hängen, trinkt Cuba Libre und tanzt Salsa. Havanna ist eine faszinierende Stadt, absolut unverfälscht und liebenswert altmodisch. Hier trifft alter kolonialer Prunk auf sozialistische Denkmäler, es fahren liebevoll gepflegte Oldtimer auf den Strassen, es gibt Zigarrenfabriken und ein Rum-Museum, jede Menge Cafes und Bars und an der Hafenpromenade treffen sich Jung und Alt.

Einreisebestimmungen
Man muss im Besitz eines gültigen Reisepasses sein, der bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist. Weiters ist bei der Einreise nach Kuba eine gebührenpflichtige Touristenkarte vorzulegen, die beim Reisebüro oder direkt bei der Kubanischen Botschaft in Wien beantragt werden kann.

Die Bestimmungen für die Einreise werden in Kuba sehr genau kontrolliert. So sollte unter Anderem eine Bestätigung über einen Aufenthalt in einem Hotel nachgewiesen werden. Wir haben angegeben, nur in Privatunterkünften (Casas Particulares) während unserer Rundreise zu übernachten und hatten prompt große Schwierigkeiten bei der Einreise.

Ausfuhrbestimmungen
Bei der Ausreise aus Kuba wurden schon oft Gegenstände, mit dem Vermerk auf wertvolles kubanisches Kulturgut, einbehalten. Besonders Muscheln dürfen nicht in andere Länder gebracht werden. In jedem Fall ist es erlaubt 1 Liter hochprozentige Alkoholgetränke, 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren auszuführen. Man sollte allerdings darauf achten, dass ab einer Menge von 24 Zigarren ein Beleg über den Kauf bei einem offiziellen Zigarrengeschäft und ein Zertifikat über die Echtheit von den Zollbehörden verlangt werden kann.

Nach dem Einchecken am Flughafenschalter ist das Lösen einer Aeroport-Taxe (wenn nicht schon im Flugpreis enthalten) in Höhe von 25.- CUC erforderlich. Bei der Passkontrolle sind das Flugticket und die Bestätigungen für die Übernachtungen in Privatunterkünften vorzulegen.

Landessprache
Die Landessprache auf Kuba ist Spanisch. Dennoch ist es selbst für spanische Muttersprachler schwer den starken kubanischen Akzent zu verstehen. Beruhigenderweise kann man sich mit Englisch sehr gut zurechtfinden, in den typischen Touristengegenden wird sogar teilweise Deutsch gesprochen.

Zahlungsmittel
Die nationale Währung ist der kubanische Peso (=100 Centavos). Diese Währung ist jedoch nur für einheimische Kubaner, ein kubanischer Peso ist lediglich 0.03283 Euro wert und kann von Touristen nicht erworben werden.

Der Peso Convertible (CUC) ist die Währung, die alle Läden, Hotels, Restaurants, Bars, Cafeterias, Taxis, Mietwagenverleih und jeder andere Betrieb annehmen. Der Peso Convertible, der früher dem Dollar wertmäßig gleichgestellt war, wurde am 09.04.05 diesem und anderen Währungen gegenüber um 8% aufgewertet. Der aktuelle Umrechnungskurs ist zurzeit 1 CUC = 0,85 € (Stand März 2007). Beim Bar- Umtausch von US-Dollar in Peso Convertible wird eine 10%-ige Straf-Gebühr eingehoben, es ist daher ratsam, direkt den Euro umzutauschen.

Umrechnungsrechner EUR in CUC oder umgekehrt finden Sie hier: Währungsrechner

Die gebräuchlichsten internationalen Kreditkarten (sofern sie nicht von US-amerikanischen Banken oder Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ausgestellt wurden; z.B. American Express) werden in den Touristikzentren als Zahlungsmittel akzeptiert. Es wird jedoch eine Gebühr für die Verwendung der Kreditkarte verrechnet.

Öffnungszeiten für Geldwechsel
Banken haben Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 15 bzw 17 Uhr geöffnet. Am letzten Tag des Monats allerdings nur bis 12 Uhr mittags. Hotel- und Devisenläden haben normalerweise täglich (auch am Wochenende) von 10 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Touristenläden sind die Woche über von 9 Uhr bis 18 Uhr, und sonntags von 9 Uhr bis 13 Uhr offen.

Zeitverschiebung
Da Kuba westlich von uns liegt, ist die Zeit dort 6 Stunden zurück. Wenn es also in Österreich 12 Uhr mittags ist, ist es in Havanna erst 6 Uhr morgens. Es ist daher beim telefonieren darauf zu achten, dass man nicht zu unmöglichen Zeiten nach Europa anruft.

Elektrizität
Die Stromspannung beträgt in Kuba meistens 110 Volt.
In einigen Hotelanlagen findet man jedoch auch Wechselstrom mit einer Spannung von 220 Volt. Man sollte darauf achten, für die Steckdosen einen Adapter mitzubringen, der nur sehr schwierig auf Kuba zu erhalten ist. Stromausfälle sind in Kuba an der Tagesordnung.

Mietwagen auf Kuba
Der beste Weg Kuba etwas näher kennen zu lernen ist mit einem Mietwagen über die asphaltierten Straßen. Man muss jedoch beachten, dass die Strassenverhältnisse teilweise desolat sind und die Geschwindigkeit dementsprechend anzupassen ist. Außerdem sollte man eine gute Strassenkarte von Kuba besitzen, da Verkehrsschilder und Richtungsangaben Mangelware sind. Mietwagen können direkt an den großen Flughäfen gemietet werden.

Es ist absolut ratsam, frühzeitig Benzin nachzutanken. Sollte einmal der Benzin auf der Strecke ausgehen, ist es empfehlenswert einen kubanischen Autofahrer anzuhalten, der in solchen Situationen meistens schnell und problemlos hilfreich ist - im Improvisieren sind sie wahre Meister.

Es gibt auch zwei verschiedene Busunternehmen, die Touristen von einer Stadt zur anderen fahren. Zum einen Astro, obwohl diese Buslinie sehr klein und nicht immer klimatisiert ist. Etwas luxuriöser und somit auch teurer ist die Linie Viazul, ein typisches Touristenunternehmen.

Übernachten in Kuba
Es gibt überall Touristenhotels oder Privatunterkünfte, hier "Casas particulares" genannt. Wir haben die meiste Zeit in Casas Particulares verbracht und können diese Form der Unterbringung nur empfehlen. Sie ist nicht nur viel preiswerter als in Hotels, sondern man hat dort automatisch intensiven Kontakt mit Kubanern. Dabei muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, nur bei zugelassenen Vermietern zu nächtigen um eine Bestätigung zur Vorlage bei der Ausreise zu erhalten. Diese Privatvermieter sind mit einem grünen Dreieck an der Haustür gekennzeichnet. Der Preis für eine Übernachtung mit Frühstück liegt bei ca. 12,50 CUC.

Post, Telefon und Internet
Ein Brief nach Europa dauert durchschnittlich vier bis acht Wochen, Päckchen oder Pakete können sogar ein halbes Jahr oder länger brauchen. Briefmarken kauft man in der Post oder in den Hotels. Eine Postkarte kostet 0,50 CUC und Briefe 0,75 CUC.
Wer während seines Aufenthaltes in Kuba mobil telefonieren möchte, kann sein eigenes Handy benutzen, vorausgesetzt der Netzbetreiber unterstützt dies und das Handy ist für Roaming angemeldet.

Wesentlich günstiger ist es per Internet zu kommunizieren. Eine Stunde Internet kostet 6 CUC um per E-Mail Informationen in die Heimat zu schicken. Internetanschlüsse gibt es bei den Postämtern sowie in den meisten Hotels.

Gesundheitsrisiken
Für den Urlaub in Kuba sind keine Impfungen erforderlich. Wasser aus dem Wasserhahn kann in Gegenden mit geringen Hygienestandards Hepatitis A Erreger enthalten und sollte daher besser vermieden werden. Es ist daher ratsam, als Durstlöscher oder für die Mundhygiene Mineralwasser zu kaufen.

Sicherheit
Im Allgemeinen ist Kuba ein sehr sicheres Reiseland im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Ländern. Dennoch sollte man keine Wertsachen zur Schau stellen sondern alles Wichtige im Hotelsafe lassen. Man kann sich als Tourist relativ unbeschwert bewegen, aber immer im Hinterkopf behalten, dass Gelegenheit Diebe macht. Die Kubaner sind gegenüber den Touristen sehr hilfsbereit.

Musik und Tanz auf Kuba
Kubanische Musik ist durch Leidenschaft und Gefühl geprägt, aber auch Erotik spielt oft eine große Rolle. Musik ist in Kuba der Ausdruck der Freude nach der Arbeit auf den Tabakfeldern und Zuckerplantagen oder eine Art Verarbeitung von tiefgehenden Ereignissen, die „niedergesungen“ werden oder einfach eine Art zu zeigen wie man sich fühlt.

Als wohl bekanntester Tanz Kubas gilt die Salsa. Die Herkunft der Salsa ist sehr schwierig zu definieren, was allein durch die Worterklärung Salsa deutlich wird. Salsa bedeutet scharfe Soße und genau wie in einer Soße wurden viele verschiedene Musikstile zusammengemischt wie Son, Jazz,... .Das Ganze wurde mit einem scharfen Rhythmus versehen und fertig war ein Paartanz, der heutzutage in jeder Tanzschule auf der ganzen Welt gelert wird.

Kubanische Musik ist Lebensfreude, die ansteckt und verbindet. In vielen Lokalen wird Live-Musik angeboten und die Musiker spielen mit voller Begeisterung und Einsatz. Sie versuchen nach ihren Darbietungen eine CD zum Preis von 10 CUC an den Mann zu bringen.

Zigarren aus Kuba
Eine weitere Sache, die Kuba auszeichnet, sind ihre Zigarren. Zunächst muss man sagen, dass Tabak vor vielen Jahrtausenden in einer anderen Form als der Zigarre geraucht wurde, in einer Tabakpfeife. Doch nicht zum Vergnügen, es wurden Kranke mit dem Tabak geheilt oder Götter angebetet. So kam es auch, dass Christopher Columbus bei der Entdeckung Kubas Indianer vorfand, die Rauch zu atmen schienen, denn zu dem Zeitpunkt war nicht bekannt, was es mit dem Rauch auf sich hatte. Die Indianer nannten den Tabak, den sie kauten, schnupften und rauchten
Cohiba und dieser Markenname ist bis heute, zusammen mit den Havannas, der bekannteste und wohl beste Tabak der Welt.

Eine Zigarre besteht aus einer Einlage aus getrockneten und fermentierten Tabakblättern, die von einem Umblatt umschlossen werden. Für die Einlage werden je nach Format geschnittene oder ganze Tabakblätter verwendet. Das Deckblatt ist das äußerste, exakt geschnittene Tabakblatt. Die Einlage wird vom Umblatt in ihrer Form gehalten. Über dem Umblatt liegt dann das Deckblatt. Der bedruckte Ring aus Papier, der manchen Zigarrensorten umgelegt wird, wird Bauchbinde oder Banderole genannt.

Überall und auf allen Strassen werden Zigarren zum Kauf angeboten. Man muss jedoch darauf achten, nicht minderwertige Zigarren aus Bananenblättern zum teuren Preis zu erhalten. Es ist daher ratsam, entweder die auf der Strasse angebotenen Zigarren ordentlich unter die Lupe zu nehmen oder nur mit einer bestätigten Zertifikation in entsprechenden Läden zu kaufen.

Kubanischer Rum
Rum war Anfang des 19. Jahrhunderts eher den unteren Schichten vorbehalten, weil er im Hals brannte und oft billig verarbeitet wurde. Doch der Spanier Don Facundo Bacardi Massó wollte den Rum salonfähig machen und suchte deshalb sehr lange nach den einzelnen Zutaten, die den Rum der oberen Schicht genießbar machen sollten. Doch die jeweiligen Zutaten machten den Rum nicht weniger stark also musste sich der ehemalige Weinhändler etwas Neues ausdenken. Er befasste sich also mit dem Filterungsprozeß und stellte fest, dass eine Holzkohle-Filterung alle Unreinheiten vom Zuckerrohr entfernte. Der Rum wurde leichter und erhielt den Geschmack eines vornehmen Getränkes. Dieser Meinung waren zumindest Don Facundo Bacardi Massó und seine Freunde. Doch um seinen Rum bekannt zu machen, musste er mehr davon produzieren, somit kaufte er eine Destillerie und bald wurde sein Rum so beliebt, dass er sogar Preise erhielt.
Doch durch die Verstaatlichungspolitik in Kuba nach der Revolution wurden die Bacardi Massós vertrieben. Die Fabriken wurden den Kubanern zugeschrieben, die den Rum unter dem Markennamen Havana Club weiter produzierten.

Die Geschichte des Bacardis so wie wir ihn kennen beginnt ähnlich, denn das Originalrezept stammt ebenfalls von Don Facundo Bacardi Massó, der seinen Namen zur Marke machte. Obwohl seine Fabriken Kubanern zugesprochen wurden, durfte er das Patent behalten und eröffnete damit in den USA eine neue Rumproduktion. Das Rezept war gleich geblieben, doch die Mittel zur Herstellung änderten sich, was sich auch leicht auf den Geschmack niederschlug. Die Idee für das Logo kam ihm in einer seiner Brennereien, wo zahlreiche Fledermäuse eingenistet waren. Da Fledermäuse für Glück sprachen und er davon mehr als genug hatte, passten die Tiere perfekt in sein Konzept.

Sowohl Havana Club als auch Bacardi werden nach dem Originalrezept hergestellt, dennoch haben sich beide Marken in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Dieses spiegelt sich ebenfalls im Geschmack wieder, der auf Grund von Destillationsvorrichtungen oder Zutaten aus anderen Ländern beeinflusst wird.

Havana Club wird noch heute in der alten Brennerei in Kuba destilliert, um die wichtigste Zutat, die Zuckerrohrmelasse, zu verarbeiten. Bacardi hingegen wirbt noch heute mit dem von Don Facundo Bacardi Massó vorgegebenen Namen und Logo.

Alle Angaben ohne Gewähr

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