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Anreise -> 01.03.2007

Anreise mit dem Flugzeug Zürich - Varadero
Pünktlich um 05:50 Uhr werde ich zu Hause abgeholt. Gernot, ein Kollege von Gerhard fährt uns in aller Hergottsfrüh zum Flughafen Zürich. Dort angekommen, erwartet uns ein starker und eiskalter Wind. Den Checkin 3 haben wir durch die gute Beschilderung relativ rasch gefunden und wir stellen uns auch sofort zur Platzreservierung und Kofferabgabe an. Gerhard sagt völlig überraschend und zu meiner Verwunderung dem freundlichen Schalterbeamten, dass er uns im Flugzeug hintereinander plazieren soll, da ich krank bin. Über diese unerwartete Reaktion meines Reisepartners bin ich natürlich nicht gerade erfreut und denke mir sofort meinen Teil. Der Schweizer überlegt kurz, lächelt gezwungen und meint, dann stecken wir halt die Anderen an. Nach Platzreservierung und Aufgabe unserer großen Koffer am Swissport-Schalter suchen wir in unmittelbarer Nähe ein Cafe um gemeinsam mit Gernot noch einen Schweizer-Kaffee zu geniessen. Danach machen wir uns in Richtung Gate E67 auf. Bei der Vorprüfung des Handgepäcks habe ich leider vergessen mein Handy sowie Tabletten auf das Rollband zu legen, dadurch wird bei mir in einer Einzelkabine eine Nachkontrolle durchgeführt. Beim Gerhard wird im Handkoffer Duschgel in einem größeren Behälter festgestellt, das er nicht mitnehmen darf und im Abfallkübel landet. Nach dieser Untersuchung machen wir uns über zahlreiche Rolltreppen und einer modernen U-Bahn zum Gate E auf, wo schon eine Menge Leute auf das Boarding warten.

Im Flugzeug habe ich Sitz 31c in der Mittelreihe, Gerhard ist eine Reihe hinter mir plaziert. Neben uns sind junge Franzosen, links von uns sitzt ein Schweizer Ehepaar aus Zürich, die bis Cancun fliegen. Die nette, ältere Frau beschenkt uns gleich einnal mit 2 Giandor-Schokolädle und hat sich gerne mit uns unterhalten. Der Abflug verzögert sich, da noch Gepäck von 2 Reisenden fehlt. Um 08:40 Uhr Ortszeit ist es endlich so weit, das Flugzeug bewegt sich Richtung Startbahn und um exakt 08:47 Uhr beginnt mit erheblicher Verspätung der schon lange erwartete Start ins Vergnügen. Die schlechten Witterungsverhältnisse bekommen wir sofort zu spüren, während des gesamten Steigfluges schüttelt es uns ordentlich durch. Der Kapitän verweist darauf, dass es nach seiner Wetterkarte erst über England besser wird.

Nachdem wir England überflogen haben und Richtung Irland unterwegs sind gibt es um 10:10 Uhr das Frühstück. Ein guter Schweizer-Kaffee mit einem Korn- und einem Zopfbrötle mit Butter, Marmelade u Streichkäse muntern uns so richtig auf. Auch ein kleines Joghurt und ein Orangensaft bekommen wir serviert.

12:00 Uhr - wir sind mitten über dem Atlantik und haben die 2. Turbulenzen auch gut überstanden. Herrliches Wetter, aus dem Fenster sieht man auch aus 12.000 m gut auf den Ozean. Langsam macht sich Müdigkeit bemerkbar, auch scheint mir die Temperatur momentan etwas hoch zu sein, das kann aber auch an meinem Gesundheitszustand liegen. Eine junge Frau läuft mit ihrem kleinen Kind ständig auf und ab und versucht es so zu beschäftigen. Jetzt wird der 1.Film gestartet (The wedding planner). Schon nach wenigen Minuten habe ich es aufgegeben den Film weiter zu verfolgen - ein kompletter Schmarren. Bei den am Anfang in einem Nudistencamp vorkommenden Nackten werden dezent die gewissen Stellen abgedeckt, verständlich in Anbetracht der Kinder, ich habe mich daher wieder mit lesen und schreiben beschäftigt.

13:45 Uhr - der Langweiler ist endlich fertig. Wir sind immer noch über dem Atlantik, direkt vor Godhob Grönland, noch 5.111 km. Zeit bis Cancun noch 6,26 Stunden, Geschwindigkeit zur Zeit v=853 km/h, 10.100 m, - 57 °C.
Die Temperatur an Bord scheint wieder gestiegen zu sein, leichtes Kopfweh und starkes Brennen der Augen machen sich bei mir bemerkbar. 13:50 Uhr - der nächste Film wird gestartet "Little miss sunshine". Leider wird uns schon wieder ein Langweiler präsentiert, sodass ich mich und auch die meisten Fluggäste anderweitig beschäftige. Um 14:10 Uhr werden gesalzene Erdnüsse und ein Erfrischungsgetränk serviert, wodurch wieder etwas Abwechslung in die Langeweile kommt.

Es ist 15:30 Uhr und endlich ist auch der 2. Langweiler vorbei, durch den blöden Film konnten wir die grafisch angezeigte Flugroute leider nicht mehr weiter verfolgen. Jetzt haben wir nur noch 3.440 km oder 4,29 Stunden bis Cancun. Mittlerweile sind wir über Caribou und überqueren danach den St. Lorenz Strom. Weiter gehts Richtung New York an Quebec, Montreal und Boston vorbei, laut meinen Schweizer Nachbarn gute Bodensicht und Schnee. Ein kurzer Blick meinerseits über die Schultern der Nachbarn bestätigt die hervorragende Bodensicht, leider habe ich aber keinen Fensterplatz. Außentemperatur jetzt nur mehr -47 °C, Flughöhe 10.700 m. wenig später erhöht der Kapitän auf 11.000 m, Geschwindigkeit V=850 km/h.

Um 16:00 Uhr wird das Mittagessen serviert. Lasagnie, Wurst mit Beilagen, ein Brötchen und als Nachspeise Schokoladepudding mit Früchten. Der Bordservice und die Verpflegung sind ausgezeichnet, vor allem wird alles was warm sein soll auch wirklich heiß serviert. Es ist 16:47 Uhr, New York liegt ca. 12.000 m rechts unterhalb von unserer Route. Kurz danach gibt's kurze Turbulenzen, anschnallen ist wieder angesagt. Die Außentemperatur fällt auf -62 °C, es sind jetzt noch 3,05 Stunden bis zur Zwischenlandung oder 2.250 km, wir sinken wieder auf 11.000 m ab.

17:30 Uhr - der nächste Film wird gestartet "Luky unlucky". Der Film ist etwas besser als die Vorgänger, haut mich aber nicht vom Hocker. Nach vielversprechendem Beginn wird auch er langweilig und fad. Genau richtig, wird um 17:45 Uhr ein Eis sowie ein Getränk serviert, dadurch bin ich jetzt wieder beschäftigt. Danach bin ich nicht mehr gewillt den Film weiter zu verfolgen und versuche die Augen zu schliessen und etwas dahin zu dösen. Das Dahindösen hat nicht lange gedauert, schon ist die Stewardess im Anmarsch um abzukassieren. Nachdem ich nur die Kopfhörer gekauft habe war ich mit € 5,00 dabei. Ich konnte es nicht verbergen, mich über das schwache Filmangebot höflich zu äußern. Die Stewardess nahm meine Kritik zur Kenntnis und meinte nur, dass es brandneue Filme sind. Um 18:55 Uhr überfliegen wir laut Durchsage Orlando - Everglades, es sind noch 1 Stunde 10 Miuten bis zur Zwischenlandung in Mexico. Auch der 3. Film ist zu Ende und es ist jetzt 19:15 Uhr nach MEZ-Zeit. Es sind noch 561 km und 51 Minuten, wir fliegen in kurzer Distanz an Kuba vorbei.

Zwischenlandung in Mexico
19:35 Uhr - auf der Anzeige stehen noch 30 Minuten oder 300 km, ein Ende ist in Sicht. Jetzt beginnt der Sinkflug und anschnallen ist angesagt, noch 22 Minuten. Nur noch 9.900 m Höhe, wir sind über dem Golf von Mexico, links unter uns liegt das Karibische Meer. Exakt um 20:05 Uhr landen wir auf mexikanischem Boden, tosender Beifall begleitet die Bilderbuchlandung, allerdings haben sich die starken seitlichen Winde aus Richtung Golf von Mexico beim Landeanflug mit unruhigem und stark schüttelndem Flugzeug bemerkbar gemacht. Nach mexikanischer Zeit ist es jetzt 13:07 Uhr, jetzt mache auch ich mich daran, meine Uhr auf die kubanische Zeit umzustellen - dort ist es jetzt 14:07 Uhr. Nachdem die Passagiere nach Cancun ausgestiegen sind, werden auch wir gebeten das Flugzeug wegen Reinigungsarbeiten zu verlassen. Eine Mörderhitze (30 °C) und stürmischer Wind erwartet uns auf der Treppe beim Verlassen des Flugzeugs. Wir werden mit einem Shuttlebus zum Aufnahmegebäude gefahren und müssen uns dort bis zum Weiterflug in einer abgesperrten Zone, eingesperrt wie Vieh in einem Stall, aufhalten.

Nachdem ich nach längerem Bitten und Betteln endlich auf die außerhalb der Absperrzone befindliche Toiletten gehen kann und Gerhard seine teuerste Banane gekauft hat (1,00 €) ist um 14:25 Uhr (mex. Zeit) wieder Boarding angesagt. Um 15:23 Uhr Uhr starten wir Richtung Kuba, die Crew hat inzwischen gewechselt und der Start ist absolut ruhig verlaufen. Flugzeit nach Kuba 55 Minuten, Distanz 624 km. Kurz nach dem Starten wird uns noch ein Snack mit Mineralwasser serviert und um 16:45 Uhr befinden wir uns über Kuba, überfliegen Havanna und danach landen wir in Varadero. Dort erwarten uns lt. Ansage 31 °C. Beim Anflug nach Kuba haben wir anscheinend Rückenwind, wir fliegen jetzt ständig über 930 km/h.

Endlich in Kuba
Um 17:16 Uhr ist es endlich soweit, wir landen endlich in Kuba. Es war zwar eine lange, anstrengende aber dennoch angenehme Flugreise. Um 17:30 Uhr werden wir zur Zoll- und Passkontrolle gelotst, wo wir auf lange Warteschlangen stossen. Scheinbar geht hier nichts vorwärts, die in 8er-Reihen anstehende Menschenmenge rückt nur sehr langsam und zäh nach Vorne, alles murrt schon und stöhnt nicht nur wegen der Hitze. Endlich nach 1 Stunde sind wir in unserer Schlange auch an der Reihe. Gerhard geht mutig als Erster in die Kontrollkabine und schon nach kurzer Diskussion mit dem Zöllner gibt es scheinbar Probleme mit der Angabe "Casa Partikulare" in unserer Touristenkarte. Gerhard weist darauf hin, dass ich und zwei weitere Kollegen mit dabei sind. Er schickt daraufhin Gerhard wieder zurück und winkt mir gestenhaft zu, dass ich vortreten soll. Nach Übergabe des Reisepasses und der Touristenkarte versuche auch ich ihm in Englisch zu erklären, dass wir ein Auto mieten und eine Rundreise durch das Land machen. Übernachtungen suchen wir uns entweder "Casa Partikular" oder Hotels. Inzwischen taucht ein stämmiger Schwarzer in seiner Kabine auf und nach kurzem Wortwechsel in spanisch blickt er mich grimmig an und schickt mich mit meinen Papieren wieder zurückt und winkt Gerhard nach vor. Er knallt ihm den Stempel auf die Touristenkarte und schickt ihn weiter. Jetzt bin auch ich wieder dran und er kontrolliert meinen Pass noch einmal und stiert auf seinen PC. Danach fragt er mich nach meinem Beruf in Austria und ich antworte, dass ich in Pension bin. Nun bekomme auch ich den erlösenden Stempel und werde weiter zum Gepäckförderband geschickt. Gerhard hat ganz am Ende des Bandes auch meinen Koffer schon herausgefischt. Beim Ausgang zum Aufnahmegebäude sehe ich erleichternd Fritz uns zuwinken und Joe steht da mit der Kamera im Anschlag. Ich bin nach der langen Anreise richtig erleichtert und denke, dass jetzt wohl das Gröbste überstanden ist.

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