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Abreise Flugzeug

Am Flughafen Varadero
Um 14:15 Uhr treffen wir am Flughafen Varadero ein, insgesamt haben wir mit dem Mietauto in Kuba 3.550 km zurück gelegt, Gott sei Dank unfallfrei und nur mit kleinen Pannen. Ich nehme meinen Koffer und die Reisetasche aus dem Kofferraum und beneide meine Kollegen, die noch eine Woche länger in Kuba bleiben können. Fritz zeigt mir noch rasch den Check-in Schalter in der Abfertigungshalle sowie den Schalter, wo die Aeroport-Taxe für die Ausreise gelöst werden kann. Lange Menschenschlangen warten an den verschiedenen Checkin-Points und wie abgemacht treffen wir hier auch wieder Walter Schneider, der auf den LTU-Abflug nach München wartet.

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Abschied ohne Küsschen
Ich verabschiede mich per Handschlag von meinen Kollegen und wünsche ihnen weiterhin eine gute Fahrt, danach setze ich mich mit Schneider Walter ins Cafe vor der Abfertigungshalle, es gibt über den Kubaaufenthalt natürlich viel zu erzählen. Um ca. 15:00 Uhr geht Walter zum Check-in der LTU und ich warte in der Nähe der Eingangstür darauf, dass die Belair-Fluglinie an einem Bildschirm angezeigt wird. Immer mehr Touristen strömen in die überfüllte Halle und die ganze Ruhe und Gelassenheit der letzten 14 Tage ist dahin. Ich stehe mit meinem Koffer und der Reisetasche zwischen Kanadier, Dänen, Schweden und Deutschen und bemerke erst jetzt, dass ich völlig auf mich alleine angewiesen bin und wegen meinem Gepäck nicht einmal ohne Probleme das WC besuchen kann.

Während ich dem Treiben in der Halle zuschaue und die Zeit anscheinend überhaupt nicht vergeht, entdecke ich um 16:00 Uhr endlich am Schalter 8 die Anzeige der Belair-Fluglinie aufblitzen. Nachdem dieser Schalter gleich beim Eingang ist, habe ich riesiges Glück und bin sofort am Schalter und komme auch schon als Zweiter dran. Der Check-in ist relativ schnell erledigt und ich bin froh, den großen Koffer endlich los zu sein. Nach dem Lösen der Aeroport-Taxe in Höhe von 25.- CUC gehe ich sofort zur Passkontrolle und suche mir diesmal eine Dame aus. Nach längerer Kontrolle meines Passes und Überprüfung meines Flugtickets übergibt sie mir die Papiere mit den Worten "you have a nice flight". Ich bin erleichtert und gehe weiter zur Überprüfung des Handgepäcks, auch hier komme ich ohne Probleme weiter und schon geht’s in den 1. Stock zum Abflugwarteraum und "Duty free shop".

Warten auf den Abflug
Jetzt kann ich endlich die Toilette aufsuchen und danach setze ich mich auf eine Sitzbank und beobachte das rege Treiben der Fluggäste im völlig überfüllten Raum. Ständig werden über Lautsprecher Fluggäste aufgerufen sich bei der Information zu melden oder endlich zuzusteigen. Jene, die sich bei der Information melden sollen, haben es sicher bei der Ausfuhr von Waren aus Kuba übertrieben und sind bei der Gepäckskontrolle aufgefallen. Es schaut jetzt wieder richtig europäisch aus, dunkle Hautfarben sind eher Seltenheit, der eine oder andere Tourist hat aber sichtlich das Sonnenbad übertrieben und läuft mit hochrotem Kopf herum. Um 17:00 Uhr regnet es draussen in Strömen und endlich ist am Abflug-Bildschirm auch der Flug nach Zürich mit Gate Nr. 4 angeschrieben. Nachdem ich an einer Bar noch etwas getrunken und im Duty-free-shop meine letzten kubanischen Geldnoten ausgegeben habe, wechsle ich meinen Standort in die Nähe von Ausgang Gate 4, mittlerweile hat es aufgehört zu regnen. Eine Durchsage über Abflug nach Zürich von Gate 3 bringt ziemlich viel Verwirrung bei den wartenden Fluggästen und erweist sich als falsch. Um 18:45 Uhr wird der Abflug ab Gate 4 über Lautsprecher bestätigt und auf der Anzeige über dem Ausgang ist endlich der Flug BHP 992 Belair angeschrieben. Am Gate 4 steht aber immer noch eine Maschine nach Dänemark und es drängeln sich noch zuahlreiche Touristen aus Dänemark zwischen den wartenden Gästen nach Zürich durch, wahrscheinlich haben sie auch an einem falschen Ausgang gewartet.

10 Minuten später können wir zusteigen, wegen des Flugzeuges nach Dänemark müssen wir aber über den Stiegenabgang auf dem Flugplatz zu unserer Maschine gehen, die ca. 200 m entfernt von Gate 4 steht. Dieser kurze Spaziergang auf dem Flugplatz war gar nicht so ohne, hat doch der vorherige Regen die asphaltierte Fläche zu einem kleinen See mit tiefen Pfützen verwandelt.

Wir starten wieder durch
Um 19:12 rollt das Flugzeug zur Startbahn, ich habe Sitzplatz Nr. 34 B und sehe relativ gut aus dem Fenster. Neben mir sitzt direkt am Fenster eine korpulente Schweizer Touristin, die außer einer kurzen Begrüßung zu keinem weiteren Gespräch gewillt ist. Exakt um 19:25 Uhr starten wir von der 3,5 km langen Startbahn Richtung Norden und schwenken danach nach rechts über die Bahamas zur Südküste von Amerika. Als Distanz ist 8.152 km angeschrieben, der Kapitän gibt an, dass der Flug ca. 9 Stunden 10 Minuten dauert und heute etwas nördlicher geflogen wird, da Windgeschwindigkeiten bis zu 200 km/h angesagt sind. Scherzhaft führt er an, dass die uns schneller nach Hause bringen.

Schon nach einer halben Stunde steht meine Sitznachbarin auf und sucht sich weiter hinten einen leeren Platz. Ein genialer Schachzug von ihr - nachdem ihre Figur nicht gerade auf der schlanken Seite anzusiedeln und sie absolut nicht gesprächsbereit ist, bin ich über ihren Platzwechsel sichtlich erfreut, sitze jetzt direkt am Fenster und habe mehr Platz zur Verfügung. Um 20:20 Uhr werden Erdnüsse und ein Getränk serviert, 10 Minuten später sagt der Co-Pilot starke Turbulenzen für ca. 1/2 Stunde an, anschnallen ist angesagt.

Jetzt stelle ich die Zeit wieder auf europäische Zeit um, es ist schon 01:40 Uhr. Zehn Minuten später wird das Abendessen serviert, Putenfleisch mit Bandnudeln und Gemüse, 1 Wurstbrot, 1 Brötchen mit Käse und 1 Kuchen, zum Trinken bestelle ich ein 7-Up und eine Tasse Kaffee. Später wird noch ein Mineralwasser serviert und der 2. Film wird vorgeführt. Ich bin die meiste Zeit am Lesen und kann ganz einfach nicht einschlafen, es ist mittlerweile 05:50 Uhr, wir müssen noch 3.409 km zurücklegen und sind jetzt unterhalb von Grönland über dem Pazifik. Die Geschwindigkeit liegt bei 1.068 km/h, die Flughöhe ist 10.100 m bei einer Außentemperatur von - 55 °C.

Frühstück im Flieger und Europa in Sicht
Um 07:30 Uhr wird das Frühstück serviert. Kaffee, ein kleines Zopfbrötchen mit Butter und Marmelade, ein kleiner Kuchen, Joghurt und Orangensaft. Es ist jetzt draussen schon hell und noch 1.430 km bis zur Landung, Flughöhe 11.300 m, - 65 °C, die Geschwindigkeit liegt bei 948 km/h. Der Kapitän gibt durch, dass wir über Irland sind, die Bodensicht ist hervorragend und die Strassen wie auf einer Landkarte gut zu sehen. Danach geht’s vorbei über London, wo auch die Themse gut erkennbar ist und weiter über den Ärmelkanal nach Frankreich. Um 09:30 Uhr sind wir auf dem Landeanflug nach Zürich und setzen um 09:50 Uhr nach 2 Warteschleifen und 45 Minuten Verspätung bei Bodennebel sicher auf.

Froh, endlich wieder auf festem Boden zu stehen, geht’s im Flughafen Zürich relativ hektisch entlang der endlos langen Gänge, Rolltreppen und Förderbänder Richtung Ausgang. Mit der neuen U-Bahn des Flughafens fahren wir zum Ankunftsbereich wo ich ziemlich rasch nach Abholung meines Koffers durch die Zollkontrolle komme. Durch die Verspätung des Fluges komme ich genau um 3 Minuten zu spät zum Flughafenbahnhof, wo mein geplanter Zug wegen der Schweizer Pünktlichkeit in Richtung Bregenz schon abgefahren ist. Ich gehe daher wieder zurück, setzte mich in ein Cafe und geniesse eine Tasse Schweizer Kaffee. Am großen Bildschirm im Cafe läuft gerade eine Wiederholung vom gestrigen Skirennen und dem Kampf um den Ski-Weltcup zwischen Benni Reich und Aksel Lund Svindal, von dem ich die letzten 15 Tage überhaupt nichts mitbekommen habe. Im sonnigen Kuba waren meine Gedanken überall anders, nur nicht beim Skifahren.

Endlich wieder zu Hause
Um 11:22 Uhr setze ich mich in den Zug Richtung St.Margrethen und mit einmal umsteigen in St.Gallen treffe ich dort ein, um auf den Zug nach Bregenz am Bahnsteig zu warten. Es ist zwar sonnig aber relativ kalt und ich würde mir jetzt die Temperaturen von Kuba gerne wünschen. Mit dem Regionalzug bummle ich danach nach Bregenz, fahre mit dem Taxi nach Hause, wo ich um 14:00 Uhr eintreffe und schon sehnsüchtig erwartet werde.